AH-Herren erst im Finale gestoppt

03-02-2016

Am Samstag, dem 23. Januar, bestritten die „alten Herren“ des FC Astoria Walldorf ihr erstes Turnier in diesem Jahr. Zu sechst machte man sich auf den Weg nach Niefern, nördlich von Pforzheim, wo in zwei Sechsergruppen um den Einzug ins Halbfinale gespielt wurde.

Im ersten Spiel ging es gegen den TSV Gründelbach. Zwar gingen die alten Herren gleich voller Elan zur Sache, aber leichte Unsicherheiten wegen des ungewohnten Spielgerätes (es wurde zwar nach den normalen Hallenspielregeln, aber mit einem Futsal gespielt) waren ihnen doch deutlich anzumerken. So war es nur folgerichtig, das der FCA früh mit 0:2 in Rückstand geriet. Als dann unter ohrenbetäubender Musik die letzte Spielminute eingeläutet wurde, reagierte Toni Minni am schnellsten und rollte einen strittigen Einwurf blitzschnell auf Hermann Späth ein, der ohne Mühe auf 1:2 verkürzten konnte. Als nach schier endlos scheinenden Diskussionen und unter Protesten des Gegners endlich wieder angespielt wurde, waren nur noch 15 Sekunden auf der rüchwärtslaufenden Hallenuhr übrig geblieben. Die Gründelbacher versuchten nun diese letzten Sekunden herunterzuspielen und retournierten den Ball zu ihrem Torwart. Toni Minnie, dem man deutlich anmerkte, dass er jetzt Blut geleckt hatte, reagierte wiederum blitzschnell und blockte den versuchten Abschlag des Torhüters ab. Am Boden liegend, konnte er mit der Schlusssirene den Ball noch zum glücklichen 2:2 Ausgleich ins Netz einschieben.

AH_Niefern_2016_small Teamchef Hermann Späth war nach dem Spiel ob der seiner Meinung nach desolate Mannschaftsleistung außer sich und stauchte seine alten Herren so richtig zusammen. Und dies um so mehr, als er felsenfest davon überzeugt war, dass dieses erste Spiel mit 0:2 verloren gegangen war. Erst gutes Zureden von Seiten der Mannschaftskollegen und ein Blick auf den offiziellen Spielberichtsbogen konnte ihn schließlich davon überzeugen, dass der FCA noch mit einem blauen Auge davon gekommen war.

Nichtsdestotrotz zeigte seine Ansprache aber Wirkung. Im zweiten Gruppenspiel gegen Phönix Lomersheim ging die Mannschaft konzentriert zu Werke. Helmut Frei hielt seinen Kasten sauber und vorne erzielte Volker Simonis auf schönes Zuspiel von Toni Minni und Sadiku „Sabo“ Samedin zwei Tore zum verdienten 2:0 Endstand.

Somit ging man nun voller Zuversicht in das dritte Spiel gegen den FV Tiefenbronn. Das Team ließ sich hier auch von einem Querschläger, den Volker Simonis gleich am Anfang der Partie unhaltbar ins eigene Tor abfälschte, nicht aus der Ruhe bringen. Lokman Kacuk zeigte kurz darauf seine ganze Klasse, als er sich mit einer feinen Einzelleistung zwischen mehreren  Gegenspielern durchtankte und den Futsal schließlich unhaltbar, zum 1:1 Ausgleich, ins gegnerische Tor hämmerte. Kurz darauf war Volker Simonis zur Stelle und erzielte die 2:1 Führung. Obwohl man das Spiel nun beherrschte und noch einige weitere gute Chancen hatte musste man dennoch mit dem Schlusspfiff den 2:2 Ausgleich durch eine Sonntagsschuss genau in den Winkel hinnehmen.

Nach zwei Unentschieden und einem Sieg ging es im vierten Gruppenspiel gegen den SC Pforzheim nun schon um die sprichwörtliche „Wurst“ (und das im wahrsten Sinne des Wortes, wie wir am Ende dieses Berichtes noch sehen werden). Die Mannschaft ging von Anfang an hochkonzentriert zu Werke und nach wenigen Minuten konnte der nach vorne geeilte und einschussbereite Hermann Späth nur durch ein Eigentor des generischen Verteidigers am Einnetzen gehindert werden. Die Pforzheimer versuchten nun alles um die drohende Niederlage abzuwenden aber die Walldörfer blieben ruhig und konterten eiskalt. Zweimal hintereinander eroberte Simonis den Ball im Mittelfeld und legte mustergültig zu Minni auf der keine Probleme hatte das 2:0 und 3:0 zu erzielen.

Damit hatte man sich für das letzte Gruppenspiel gegen den bis dahin führenden FC 08 Birkenfeld eine gute Ausgangsposition erarbeitet, hatte man doch nun die Möglichkeit mit einem Sieg als Gruppenerster ins Halbfinale einziehen. Die Birkenfelder standen schon vor diesem Spiel als Halbfinalist fest und versuchten, als die Spielstärkste Mannschaft des gesamten Turniers, das Geschehen auf dem Spielfeld zu kontrollieren. Die Astorstädter ließen sich aber davon nicht aus der Ruhe bringen. Der bärenstarke Abwehrblock um Sabo Samedin und Hermann Späth erstickte die meisten Angriffe schon im Keim und die wenigen Schüsse die dennoch ihren Weg auf das Tor fanden parierte Helmut Frei mustergültig. Kurz vor Ende des Spieles war es dann wiederum Toni Minni vorbehalten, nach einem schönen Heber von Simonis direkt in den Strafraum, aus halblinker Position, durch eine sehenswerte Direktabnahme, den 1:0 Siegtreffer zu erzielen.

Somit stand der FCA nach fünf kräftezehrenden Spielen (man war ja mit nur einem Auswechselspieler angereist) etwas überraschend aber dennoch nicht unverdient als Gruppensieger der Vorrundengruppe B im Halbfinale gegen den FV Görbrich. Hier übernahm man von Anfang an die Kontrolle und ließ dem Gruppenzweiten der ersten Vorrundengruppe keine Chance. Nachdem er vom gegnerischen Torhüter gerade schon Elfmeterwürdig abgeräumt worden war, rutschte Simonis beim zweiten Versuch einen Sekundenbruchteil vor diesem in eine von Lokman Kacuk scharf von links hereingeschlagene Flanke und erzielte den 1:0 Führungstreffer. Görbrich musste nun aufmachen was die Walldörfer aber nicht sonderlich beeindruckte. Helmut Frei hielt seinen Kasten in gewohnt ruhiger und nüchtern Manier sauber und Toni Minni machte nach einem Konter mit dem 2:0 die Finalteilnahme perfekt.

Hier traf man nun, kurz vor 21 Uhr, zum wiederholten Mal auf den FC 08 Birkenfeld, der im zweiten Halbfinale den Vorjahressieger Dietlingen/Ellmendingen mit 1:0 bezwungen hatte. Man merkte jetzt den „alten Herren“ auf beiden Seiten den langen Turnierverlauf deutlich an. Beide Mannschaften schalteten jetzt auf Sicherheitsfussball um und insbesondere Birkenfeld riskierte nach den Erfahrungen der 0:1 Niederlage aus der Vorrunde kaum noch etwas. Der FCA erspielte sich zwar vereinzelte Chancen, scheiterte aber letztendlich mehrfach am guten gegnerischen Torhüter. So stand es nach 10 Minuten 0:0 und die Mannschaften mussten noch eine fünfminütige Verlängerung über sich ergehen lassen. Hier hatte Simonis bei einem Konter noch einmal die Möglichkeit alles klar zu machen,  aber der Birkenfelder Torhüter konnte den Ball mit den Fingerspitzen gerade noch ins Toraus lenken. Somit kam es zum unausweichlichen Elfmeterschießen. Toni Minni schoss als erster Schütze flach links doch der Futsal drehte sich unglücklich am linken Torpfosten vorbei. Birkenfeld verwandelte sicher zum 1:0. Nachdem Simonis den 1:1 Ausgleich erzielt hatte und Helmut Frei den zweiten Birkenfelder Versuch pariert hatte kam noch einmal Hoffnung auf. Aber Lokman (erneut flach links) und Sabo (an den rechten Pfosten) verschossen so dass Birkenfeld mit dem 3:1 schließlich den Turniersieg perfekt machen konnte.

Die anfängliche Enttäuschung verflog dann bei der anschließenden Siegerehrung recht schnell, als man sich das Erreichte noch einmal vor Augen führte. Alle Teilnehmer hatten das Turnier heil und ohne grössere Blessuren überstanden und so konnte man schließlich glücklich den „Pokal“ in Form eines 5-Liter Fässchens Paulaner Hefe-Weißbier entgegennehmen. Als Sonderpreis für den zweiten Platz gab es die vorher schon erwähnte Wurst – eine 2 kg Hausmacher Salami.

Als Fazit bleibt festzuhalten, dass die AH des FC Astoria Walldorf eine bestechende Frühform gezeigt hat und für das nächste Turnier in Waibstadt gut gerüstet ist. Das Hallentraining der letzten Woche scheint sich gelohnt zu haben und insbesondere die harten Sondertrainingseinheiten auf dem neuen Kunstrasen in den Weihnachtsferien (danke für den Schlüssel Willi!) zeigen jetzt die erhoffte Wirkung.

#fcastoria


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