Gut vernetzt ist halb gewonnen

20-10-2017

Das Softwareunternehmen SAP ist stets auf der Suche nach talentierten IT-Nachwuchskräften. Gut für Aaron Can aus der „Anpfiff ins Leben“-Förderung. Er möchte Informatiker werden, am liebsten bei der SAP in Walldorf. „Dann kann ich weiter bei Astoria Walldorf Fußball spielen“, erklärt er. Dafür hatte er bei seinem Praktikum den idealen Aufstiegshelfer an seiner Seite: Luka Mucic, Finanzvorstand bei der SAP.

Zunächst stand für Aaron in den Sommerferien 2017 ein Kurzpraktikum im SAP Sports One Team auf dem Programm. Er erhielt Einblicke in das IT-Unternehmen und lernte den Beruf des Anwendungsentwicklers anhand der fußballbasierten Software SAP Sports One kennen. Zu den Kunden gehören unter anderem mehrere Fußball-Bundesligisten. In der erlebnisreichen Woche hat er grundlegende HTML-Kenntnisse erworben und einer Entwicklerin über die Schulter geschaut, die ihm gezeigt hat, wie einzelne Spielerdaten in die App eingepflegt werden. Aaron ist beeindruckt von der Arbeitsatmosphäre: „Wenn jemand bei seiner Arbeit vor einer größeren Herausforderung oder einem Problem steht, bieten die Kollegen ihre Hilfe an.“ Auch die Software gefällt ihm sehr, wegen des engen Bezugs zu seinem Hobby.

Astoria Walldorf ist der erste Regionalligist, der die Softwarelösung nutzt. Seit kurzem kommt sie auch für die U17 bis U23 zum Einsatz. Der Partnerverein von Anpfiff ins Leben e.V. hat sich dazu entschlossen, um Talente besser fördern und sie später leichter in die 1. Mannschaft integrieren zu können. Doch das Walldorfer Unternehmen unterstützt „Anpfiff ins Leben“ nicht nur im sportlichen Bereich, sondern engagiert sich auch für schulische und soziale Projekte. Etwa für das Lernkonzept „mental stark“, mit dem Schülern beigebracht wird, wie sie effektiv lernen. Oder beim jährlichen „Anpfiff ins Leben“-Camp, bei dem Kinder im Alter von acht bis zehn Jahren an drei Tagen aktiv ihre Region erleben. Luka Mucic, der bereits seit 1996 für die SAP arbeitet, kennt „Anpfiff ins Leben“ seit der ersten Stunde. „Die Jugendförderung erfüllt eine absolut wichtige gesellschaftliche Funktion, für die ich mich persönlich einsetze“, erklärt er das Engagement.

Seinen Schützling lernt Luka Mucic nach Aarons Praktikum im August kennen. Ihm erzählt er vom Berufseinstieg nach seinem Jura- und MBA-Studium – damals, als alles noch nicht so groß war wie heute. „Im Gegensatz zu produzierenden Unternehmen gibt es bei SAP nicht viel zum Anfassen“, erklärt er außerdem. „Damit sich die Leute besser vorstellen können, was wir so alles machen und was in Zukunft möglich sein wird, gibt es unseren Inspiration Pavillon.“ Dort schauen sie sich zusammen die Ausstellung zum Thema Big Data an. In Zukunft sollen die Sitze im Fußballstadion so vernetzt sein, dass Besucher Essen und Getränke direkt an ihren Platz bestellen können. Gleichzeitig wird die Sicherheitstechnik einen besseren Überblick über die Stadionbelegung haben.

Für den Aufstiegshelfer war das Treffen mit seinem Schützling ein anschaulicher Perspektivwechsel: „Das persönliche Kennenlernen und die Gespräche mit Aaron haben mir heute wieder einmal gezeigt, wie wichtig die Kombination von zwei Elementen für die Entwicklung junger Menschen ist: die Neugier, den eigenen Weg zu erkunden, und die Motivation, diesen Weg auch konsequent zu gehen.“ Auch Aaron hat der Vormittag mit Luka Mucic sehr gut gefallen: „Luka hat mir alle Fragen sehr ausführlich beantwortet. Ich habe mich gefreut, dass er sich Zeit für mich genommen hat. Mit dem gemeinsamen Mittagessen war das Treffen auch leider schon zu Ende, denn so ein Finanzvorstand hat ja viel zu tun.“

Sein guter Eindruck von der SAP hat sich bestätigt. Aaron will nun alles daransetzen, um dort einen Ausbildungsplatz als Fachinformatiker für Systemintegration zu bekommen. Die Aufstiegshelfer-Initiative 2017 ist für ihn schon jetzt ein voller Erfolg: „Ich freue mich sehr, dass ich durch ‚Anpfiff ins Leben‘ die Chance erhalten habe, den ersten Schritt auf dem Weg zur SAP-Ausbildung zu machen.“

Katharina C. Müller / Christoph Holzenkamp

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