Walldorf ohne Chance in Stadtallendorf

10-09-2017

„Das war die beste und konzentrierteste Leistung, die wir bisher gezeigt haben“, sagte ein rundum zufriedener Fejz Hodaj unmittelbar nach Spielende. „Wir haben kaum Fehler gemacht, der Sieg war hoch verdient“, fügte der Manager des TSV Stadtallendorf strahlend an. In der Tat überzeugte die Eintracht heute beim 2:0 (1:0)-Erfolg über den FC Astoria Walldorf auf der ganzen Linie und darf sich zurecht über den vierten Saisonsieg freuen, der den Neuling auf den vierten Platz in der Fußball-Regionalliga vorrücken lässt.

Die Gastgeber legten einen Start nach Maß hin. Bereits nach 75 Sekunden schloss Suero-Fernandez Israel einen Alleingang mit einem beherzten Schuss aus gut 18 Metern zur 1:0-Führung ab. „Das hat Stadtallendorf natürlich voll in die Karten gespielt. Von da an lief es für die Gastgeber nach Plan“, meinte ein sichtlich geknickter Gäste-Trainer Matthias Born.Dabei versuchte sein Team, nicht lange über den Rückstand nachzudenken, sondern erstmal ins Spiel zu finden. Und das gelang den Badenern gar nicht mal schlecht. Vor allem Tim Grupp setzte seine Vorderleute immer wieder geschickt in Szene, doch die bissen sich an der TSV-Defensive regelrecht die Zähne aus.

Sinnbildlich für die Harmlosigkeit der Walldörfer war die Auswechselung von Stürmer Nícolai Groß in der 76. Minute, der den Platz ohne einen einzigen Torschuss verlassen musste.

Das lag an der bärenstarken Defensive der Mittelhessen. Kevin Vidakovics’ Präsenz auf dem Platz war einmal mehr beeindruckend. Neben dem TSV-Kapitän lieferte aber auch Steven Preuß eine überzeugende Partie ab. Allerdings musste der Neuzugang zur Halbzeit angeschlagen in der Kabine bleiben. Für den ehemaligen Schwalmstädter rückte mit Markus Auer ein weiterer Neuzugang (SC Watzenborn-Steinberg) in den Abwehrverbund, der seine Sache ebenfalls fehlerfrei absolvierte.

Aber Stadtallendorf kann auch nach vorne spielen, und hatte mit Erdinc Solak und Suero-Fernandez Israel zwei Spieler, die heute den Unterschied ausmachten.

So war Israel fast an allen gefährlichen Aktionen der Eintracht beteiligt. Nicht umsonst gab es bei seiner Auswechselung in der 81. Minute (Jascha Döringer kam) Standing Ovations.

Und Erdinc Solak ist eh für die besonderen Momente zuständig. So auch in der 57. Minute, als er einen Freistoß aus circa 30 Metern in den Giebel setzte – das Herrenwaldstadion kochte, und die Begegnung war entschieden.

Die Gäste gaben aber nicht auf, versuchten mit dem Mute der Verzweiflung zumindest den Anschlusstreffer zu erzielen, aber alles Anrennen brachte nichts Zählbares ein. „Uns hat heute ganz einfach die Durchschlagskraft gefehlt“, bekannte Tim Grupp, der bis zu seiner verletzungsbedingten Auswechselung (Knöchel) der beste FC-Akteur war.

Die 1562 Zuschauer jubelten jedenfalls, als Schiedsrichter Mario Schmidt, der mit der fairen Partie überhaupt keine Mühe hatte, das Spiel in der 91. Minute abpfiff. Eine tolle Leistung des TSV dürfte sie überzeugt haben, zum nächsten Heimspiel wieder zu kommen.

Stimmen zum Spiel:
Fejz Hodaj (Manager des TSV Stadtallendorf): „Das war heute die beste und konzentrierteste Leistung, die wir bisher gezeigt haben. Wir standen sehr eng, haben kaum Fehler gemacht und hoch verdient gewonnen.“

Matthias Born (Trainer FC Walldorf): „Das frühe 0:1 hat Stadtallendorf natürlich voll in die Karten gespielt. Von da an lief es für die Gastgeber nach Plan. Ich habe bei meinem Team heute die Galligkeit vermisst, das Spiel unbedingt gewinnen zu wollen. Der Erfolg der Hausherren geht in Ordnung.“

Tim Grupp (Spieler FC Walldorf): „Die Niederlage geht in Ordnung. Das frühe 0:1 war natürlich Gift für uns. Wir haben danach viel versucht, das Engagement kann man uns sicher nicht absprechen. Aber uns hat ganz einfach die Durchschlagskraft gefehlt. Stadtallendorf hat Qualität nach vorne, das hat man heute gesehen.“

TSV: Hrvoje Vincek – Kristian Gaudermann, Kevin Vidakovics, Steven Preuß (46. Markus Auer), Ceyhun Dinler – Muhamet Arifi, Laurin Vogt, Erdinc Solak, Tomislav Baltic, Suero-Fernandez Israel (81. Jascha Döringer) – Del Angelo Williams (84. Valon Ademi).

FCA: Hiegl – Pellowski, Nyenty, Kiermeier, Stadler – Grupp (60. Pander), Kern, Horn, Hillenbrand (60. Hellmann), Carl – Groß (77. Meyer).

Tore: 1:0 Israel Fernandez (2.), 2:0 Erdinc Solak (57.).

SR: Mario Schmidt mit Assistenten Christoph Zimmer und Philipp Michels

Zuschauer: 1562

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