Der FC-Astoria Walldorf bezwingt den KSV Hessen Kassel mit 4:1 und rückt tabellarisch an die Nordhessen heran. Karlo Kuranyi schnürt einen Doppelpack, außerdem treffen Kenny Freßle und Felix Kendel.
Walldorfs Cheftrainer Andreas Schön nahm zum Start der Herbstferien in Baden-Württemberg im Vergleich zur Vorwoche zwei Veränderungen in seiner Startelf vor, für Marcel Carl und Joe-Joe Richardson starteten Kuranyi und Freßle. Emilian Lässig übernahm die Kapitänsbinde.
Dem FCA gelang ein Blitzstart, mit dem ersten Angriff markierte Freßle auf Zuspiel von Iosif Maroudis die frühe 1:0-Führung (2.). Mit der Führung im Rücken ließ Walldorf die Kasseler kommen, die sich bis zum Sechzehnmeterraum mehr Spielanteile erarbeiteten, aber nennenswerte Torraumszenen sprangen nicht heraus. In der 19. Minute hatte Sercan Sararer einen ersten gefährlichen Abschluss, doch FCA-Schlussmann Michel Witte war beim Schuss des ehemaligen türkischen Nationalspielers aus knapp 20m-Torentfernung zur Stelle. Nach einer halben Stunde setzte Marvin Mutz einen Kopfball nach einer Ecke knapp neben den Pfosten. In der 36. Minute drang Freßle in den gegnerischen Strafraum ein und konnte nur durch ein Foul gestoppt werden, den fälligen Strafstoß verwandelte Kuranyi sicher. Der Walldorfer Zwei-Tore-Vorsprung hatte jedoch nur wenige Minuten bestand, beinahe postwendend kam Kassel durch Cemal Kaymaz zum 1:2-Anschlusstreffer (39.). Mit der knappen, aber verdienten Führung ging es in die Pause.
Gästetrainer Rene Klingbeil reagierte in der Halbzeit und nahm den bereits gelb-verwarnten Tobias Boche raus, für ihn kam Aaron Liesche Prieto in die Partie. Walldorf erwischte auch im zweiten Durchgang den besseren Start, in der 50. Minute zielte Kendel zu genau und traf den Pfosten. Kurz darauf landete eine Flanke von Maroudis punktgenau auf dem Kopf von Kuranyi, der am langen Pfosten das 3:1 erzielte (52.). Eine Reaktion der Gäste auf den neuerlichen Rückschlag blieb dieses Mal aus, Walldorf nahm das Heft des Handelns in die Hand und ließ Ball und Gegner in der Folge laufen. In der 63. Minute kombinierten sich die Walldorfer bis auf die Grundlinie durch, Kendel sorgte mit dem 4:1-Treffer nach einem Zuspiel von Yannick Thermann für die frühzeitige Entscheidung in dieser Partie. In den anschließenden noch fünfundzwanzig Spielminuten war Walldorf dem fünften Treffer näher, als Kassel dem zweiten. Noch einmal kamen die Gäste durch den eingewechselten Emre Boeyuekata dem vermeintlichen Torelfolg nahe, sein Schlenzer zischte aber am langen Eck vorbei (79.). Für den FCA hatte Richardson die letzte Torgelegenheit, sein Schuss aus zentraler Position von der Strafraumkante konnte Eric Oelschlägel entschärfen (86.).
Stimmen zum Spiel:
Rene Klingbeil, Trainer KSV Hessen Kassel: „Es war ein verdienter Sieg für Walldorf. Wir haben in der 1. Halbzeit einen großen Aufwand betrieben, das frühe Gegentor war ein heftiger Nackenschlag für uns. Mit der 2. Halbzeit bin ich nicht mehr so einverstanden gewesen, wir hatten kein gutes Zweikampfverhalten. Wir müssen aufpassen, wir müssen wieder die Basics bringen und die Ärmel hochkrempeln, die Tabelle ist trügerisch.“
Andreas Schön: „Nach der frühen Führung hat uns Kassel extrem gefordert und hatte mehr Spielanteile. Nach der Pause sind wir gut rausgekommen und haben verhindern können, dass sich diese Partie vielleicht noch einmal wendet. Nach dem 3:1 hat man gemerkt, dass es den Spielern leichter fällt, der Sieg ist am Ende verdient.“
Ausblick:
Mit dem 4:1-Heimsieg rückt Walldorf bis auf einen Punkt an Kassel heran. Der FCA rangiert mit dem Dreier auf dem 13. Tabellenplatz und verlässt somit die vermeintliche Abstiegszone. Am nächsten Samstag (31. Oktober, 14 Uhr) tritt man beim aktuellen Tabellenführer SGV Heilbronn-Freiberg an.
Tore: 1:0 (2.) Freßle, 2:0 (37./FE) Kuranyi, 2:1 (39.) Kaymaz, 3:1 (51.) Kuranyi, 4:1 (63.) Kendel
FC-Astoria Walldorf: Witte – Mutz, Schieber, Lässig – Maroudis, Thermann (64. Grimmer), Waack (80. Erbe), Riehle (80. Baumert), Freßle (67. Richardson) – Kendel, Kuranyi (67. Carl)
KSV Hessen Kassel: Oelschlägel – Najjer (81. Podolski), Springfeld (60. Sezer), Duah, Boche (46. Prieto) – Kaymaz, Richter (60. Kopf), Pepic, Bravo Sanchez, Damer – Sararer (60. Boeyuekata)
Schiedsrichter: Kadir Yagci (Stuttgart)
Zuschauer: 300


















