Effiziente acht Minuten leiten Walldorfer Sieg ein

04-10-2026

Am Tag der Deutschen Einheit fand der 10. Spieltag der Regionalliga Südwest statt. Für den FC-Astoria Walldorf ging es ins Trierer Moselstadion, dort trat man gegen die formstarke SV Eintracht Trier an, die zu diesem Zeitpunkt auf Tabellenplatz vier stand und die beste Defensive der Liga stellte.

Der FCA konnte nach zuletzt drei Niederlagen in Folge durch eine starke Mannschaftsleistung einen hochverdienten 4:1-Auswärtssieg einfahren. Speziell die 1. Halbzeit war nahe der Perfektion. Andreas Schöns Startelf enthielt zwei Premieren, Marvin Mutz (20 Jahre) feierte sein Startelfdebüt in dieser Saison, Tom Gebauer (19 Jahre) feierte sein generelles Startelfdebüt für den FCA. So viel vorweg, beide machten ihre Sache sehr gut vor 3.344 Zuschauer in Trier.

Neben den verletzten Spielern (Matej Mijic, Theo Politakis, Maik Goß, Roman Hauk, Gabriele Giannetta und Tim Fahrenholz) fielen Baton Hajrizaj und Arion Erbe krank aus. Lennart Grimmer fehlte Rot-gesperrt. Aufgrund dessen halfen Max Müller und Benjamin Thurnher von der Walldorfer U23-Mannschaft aus und gehörtem dem Kader in Trier an.

Zum Spiel: Die erste Torraumszene hatte Trier durch Angreifer Galjen, der per Kopf erstmals für Gefahr sorgte (3.). Im Anschluss fand Walldorf sehr gut in die Partie und erspielte sich ein leichtes Übergewicht, es folgten acht Minuten großartiger Effektivität. In der 20. Minute erzielte Iosif Maroudis mit einem platzierten Schuss aus knapp 20m-Torentfernung die Walldorfer 1:0-Führung. Kurz darauf bediente Yannick Thermann Felix Kendel mustergültig, der Triers Schlussmann Fettes zum 2:0 überwand (23.). Es kam aber noch besser, ein Freistoß von Maximilian Waack konnte Fettes noch sehenswert aus dem Winkel gegen das Lattenkreuz lenken, der abgewehrte Ball landete aber bei Marcel Carl, der per Direktabnahme das 3:0 markierte (28.). Das vor dem Spiel noch so euphorisierte Stadion war danach minutenlang still und schien in Schockstarre. In der 35. Minute schepperte das Trierer Aluminium auf Zuspiel von Carl traf Konrad Riehle den kurzen Pfosten. Von Trier kam im ersten Abschnitt nichts mehr offensives, Riehle hatte die letzte Torgelegenheit, von Gebauer auf die Reise geschickt, schoss er jedoch drüber (41.).

Triers Trainer Thomas Klasen reagierte zur Pause und wechselte gleich dreimal. Mit Wiederanpfiff waren die Hausherren sichtlich bemüht das Spiel noch einmal spannend zu machen. In der 59. Minute köpfte der eingewechselte Sausen freistehend daneben. Walldorf verwaltete die Führung und entnervte den Gegner immer häufiger mit großer Sicherheit im eigenen Ballbesitz. Mitte der 2. Halbzeit nahm der Trierer Druck zu, Blum und Singer prüften mit ihren Abschlüssen FCA-Keeper Michel Witte (62./66.). In der 78. Minute gelang Blum nach einem langen Einwurf in den Walldorfer Strafraum am langen Pfosten der 1:3-Anschlusstreffer. Walldorf blieb aber in den Folgeminuten stabil und erstickte die aufkommende Hoffnung durch konzentriertes und konsequentes Verteidigen. In der 90. Minute sorgte der eingewechselte Karlo Kuranyi mit seinem vierten Saisontreffer auf Zuspiel von Luis Baumert für die Entscheidung und den 4:1-Endstand.

Stimmen zum Spiel:

Thomas Klasen, Trainer SV Eintracht Trier: „Glückwunsch an Walldorf für den verdienten Sieg und gute Besserung an die Spieler, die bei Euch lange verletzt ausfallen. Es war ein sehr starker Charaktersieg der Walldorfer, das zeichnet den FCA aus, der schon über zehn Jahre Regionalliga spielt. Wir wollten viele Bälle in die Box bringen um die junge Walldorfer Dreierkette zu stressen, am Ende des Tages waren wir hinten wie vorne nicht Regionalliga-tauglich, das war leider ein sehr gebrauchter Tag für uns. “

Andreas Schön: „Wir haben heute ein richtig gutes Spiel gemacht und den Gegner früh unter Druck gesetzt. Dieses Mal haben wir unsere Chancen genutzt und uns für unsere Leistung belohnt. In der zweiten Halbzeit haben wir wenig zugelassen, deswegen geht der Sieg insgesamt in Ordnung.“

Ausblick:

Mit jetzt neun Punkten aus zehn Ligaspielen hat man in der Regionalliga Südwest wieder Kontakt zum Tabellenmittelfeld aufgenommen. Es war außerdem der erste Dreier der Walldorfer Vereinsgeschichte im Trierer Moselstadion. Am nächsten Samstag (10. Oktober, 14 Uhr) geht es weiter, dann empfängt Walldorf die punktgleiche Bundesligareserve von FSV Mainz 05.

Tore: 0:1 (20.) Maroudis, 0:2 (23.) Kendel, 0:3 (28.) Carl, 1:3 (77.) Blum, 1:4 (90.) Kuranyi

SV Eintracht Trier: Fettes – Held, Spang, Gebuhr, Rahn – Herber (46. Pelzer), Tekerci (71. Gaida), Wähling (61. Kritzer), Singer – Galjen (46. Blum), Marceta (46. Sausen)

FCA Walldorf: Witte – Mutz, Schieber, Lässig – Maroudis, Waack, Thermann (87. Baumert), Riehle, Gebauer (80. Freßle) – Carl (87. Müller), Kendel (69. Kuranyi)

Schiedsrichter: Maximilian Prölss (Darmstadt)

Zuschauer: 3.344

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