Saison-Interview mit Neu-Trainer Manuel Moser
05-09-2026
Am Samstag geht es los für die U17 des FC-Astoria Walldorf. Zum ersten Spieltag kommt die TSG Weinheim in die Astorstadt. Aus diesem Anlass haben wir mit Manuel Moser gesprochen. Der Coach ist diese Saison neu, kennt die Anpfiff-Strukturen aber bereits aus seiner jahrelangen Tätigkeit bei der SG Heidelberg-Kirchheim. Dort trainierte er erfolgreich Juniorenteams und führte die Herrenmannschaft 2024 in die Verbandsliga.
Hallo Manu die Vorbereitung nähert sich ihrem Ende. Wie sehen Stimmung und Form bei euch aus?
Manuel Moser: Ich würde sagen, die Stimmung ist aktuell sehr fokussiert. Wir haben einen guten und großen Kader, in dem natürlich alle Spieler ihre Rolle finden und am Ende auch spielen möchten. Trotzdem spürt man schon jetzt einen richtig guten Zusammenhalt in der Mannschaft.
Auch die Form im Training ist bisher sehr stark. Bis auf eine Niederlage haben wir unsere Testspiele gut absolviert und dabei einen guten Eindruck hinterlassen. So darf es gerne weitergehen.
Für dich beginnt bei der U17 ein neues Kapitel im Walldorfer Nachwuchsfußball, nachdem du zuletzt bei den Verbandsliga-Herren der SG Heidelberg-Kirchheim aktiv warst. Was ist der größte Unterschied von einer Herrenmannschaft zu einer U17?
Manuel Moser: Generell würde ich sagen, dass ein Jugendspiel oft noch deutlich „wilder“, aber je nach Niveau, viel „technischer“ geprägt ist als ein Herrenspiel. Dabei muss man natürlich auch berücksichtigen, welche U17 man trainiert und auf welchem Niveau die Herrenmannschaft spielt. Viele Jungs haben noch den Traum irgendwann Profi zu werden – in einer Herren-Verbandsliga-Mannschaft ist diese Erwartung meistens etwas realistischer.
In der U17 steht neben dem sportlichen Erfolg vor allem die individuelle Entwicklung im Fokus – technisch, taktisch und persönlich. Bei den Herren zählen Erfahrung, körperliche Robustheit und die Fähigkeit, Woche für Woche konstant Leistung zu bringen. Hier ist es einfach auch so, egal wie gut du als Trainer bist, hast du kein Erfolg, bist du gegebenenfalls raus, auch im mittleren Amateurbereich. Das ist im Jugendfußball nicht unbedingt so.
Sportlich gibt es aber auch viele Parallelen: In beiden Mannschaften stehen gut ausgebildete und motivierte Fußballer auf dem Platz, die ihr Hobby mit viel Leidenschaft, Spaß und möglichst großem Erfolg ausüben möchten. Am Ende sind es einfach klasse Menschen mit denen es Spaß macht täglich auf dem Platz zu stehen. Egal ob jugendlich oder erwachsen.
Vorher hast du bei der SGK bereits viele Jahre erfolgreich Juniorenteams betreut. Wir nehmen an, du wolltest einfach wieder in den Jugendbereich zurück?
Manuel Moser: Für mich war klar, ich möchte auf jeden Fall als Trainer weiterarbeiten, unabhängig ob Jugend- oder Erwachsenenteams. Nach der Klarheit in Kirchheim aufzuhören, kamen wir schnell in den Austausch und mir klar unter diesen Bedingungen ist es für mich super interessant wieder zurück in den Jugendbereich zu gehen.
Somit bist du quasi wieder in die Anpfiff-Familie zurückgekehrt. Was ist das Besondere daran in einem Anpfiff-Förderzentrum arbeiten zu können?
Manuel Moser: Ja, tatsächlich durfte ich die Anfänge in Kirchheim über viele Jahre miterleben. Vom kleinen Büro in der Geschäftsstelle bis hin zum Bau des Förderzentrums. Das sind Dinge, die man nicht vergisst. Vor allem, weil ein Verein solche Entwicklungen nicht einfach machen muss, sondern sie aus voller Überzeugung und für das Konzept umsetzt.
Was mich bei Anpfiff ins Leben immer besonders beeindruckt hat, ist die bewusste Auswahl der Mitarbeitenden und Trainer. Dadurch stimmt es nicht nur fachlich, sondern vor allem auch menschlich. Sowohl in Kirchheim als auch in Walldorf waren und sind die Türen immer offen. Der Austausch wird gesucht, und für jedes Thema gibt es ein offenes Ohr. Das schätze ich sehr und ist mir persönlich sehr wichtig.
Auch sportlich bietet Anpfiff ins Leben hervorragende Bedingungen – für die Spieler, aber genauso für uns Trainer. Unter diesen Voraussetzungen lässt es sich einfach sehr gut und professionell arbeiten. Der größte Mehrwert liegt für mich aber in der Unterstützung außerhalb des Sports. Nicht aus jedem Jungen wird ein Profi, auch wenn sie das manchmal nicht so gerne hören. Dafür werden sie in den Bereichen Schule und Beruf unglaublich gut begleitet.
Genau dieser ganzheitliche Ansatz mit Sport, Schule, Beruf und Sozialem macht aus meiner Sicht den entscheidenden Unterschied zu vielen anderen Projekten und ist für unsere Region etwas Einmaliges. Am Ende profitieren davon nicht nur die Spieler, sondern auch die Gesellschaft. Junge Menschen werden sportlich gefördert, persönlich begleitet und auf ihren weiteren Weg vorbereitet.
Die U17 Oberliga Baden-Württemberg ist ohne Frage eine knackige Liga. Welche Erwartungen habt ihr dahingehend an euch selbst?
Manuel Moser: Dadurch, dass ich drei Jahre aus dem Jugendbereich raus war, ist es für mich noch nicht ganz einfach einzuschätzen, wohin unsere Reise genau geht. Bisher machen die Jungs aber einen richtig guten Eindruck, ziehen im Training voll mit und auch das Feedback ist durchweg positiv. Gleichzeitig wissen wir, dass die U17-Oberliga sehr stark ist und es am Ende oft auf Kleinigkeiten ankommen wird.
Mein persönliches Ziel ist es, so viele Spieler wie möglich bestmöglich weiterzuentwickeln, damit sie in Walldorf den Weg von der U18 über die U19 bis in den aktiven Bereich schaffen können. Das sehe ich als meinen persönlichen Auftrag.
Welche Mannschaften stehen auf deinem Favoritenzettel und warum?
Manuel Moser: Ich rechne mit den üblichen Verdächtigen wie Reutlingen, Sonnenhof und eventuell einer Überraschungsmannschaft. Aber natürlich auch die U16 Mannschaften der Bundesligisten wie Hoffenheim oder der VfB Stuttgart sind immer in der Lage sehr gute Jahrgänge zu stellen.
Zum Auftakt habt ihr ein Heimspiel gegen Weinheim am kommenden Samstag um 16 Uhr. Was für eine Partie erwartest du?
Manuel Moser: Gleich zum Start steht ein Derby an, dazu ein Heimspiel und mit dem voraussichtlichen Besuch des EnBW-Oberliga-Mobils auch ein richtig guter Rahmen für unseren Oberligaauftakt. Weinheim hat in den vergangenen zwei bis drei Jahren hervorragende Arbeit geleistet und ist sowohl mit der U17 als auch mit der U19 in der Oberliga vertreten. Deshalb erwarten wir ein intensives und spannendes Spiel. Wir richten unseren Fokus aktuell voll auf diese Partie und werden uns bestmöglich vorbereiten.
Unser Ziel ist klar: Wir wollen die ersten drei Punkte in Walldorf behalten.
Oberliga-Heimspiele der U17:
Samstag, 12. September, 16 Uhr: FCA – TSG Weinheim
Samstag, 26. September, 16 Uhr: FCA – SG Sonnenhof Großaspach
Samstag, 17. Oktober, 16 Uhr: FCA – VfB Stuttgart
Samstag, 7. November 14.30 Uhr: FCA – Karlsruher SC
Samstag, 21. November 14.30 Uhr: FCA – SV Sandhausen


