Walldorf ringt Ulm nieder

13-09-2019

Am 9. Spieltag der Regionalliga Südwest hat der FC-Astoria Walldorf nach vier Spielen ohne Sieg mal wieder einen Dreier eingefahren. Gegen starke Ulmer siegte man durch zwei späte Tore mit 3:1, die Treffer vor 458 Zuschauer im Dietmar-Hopp-Sportpark erzielten Minos Gouras, Giuseppe Burgio und Walldorfs Bester an diesem Abend, Semih Sahin.

Den Ausfall von Kapitän Max Müller galt es vor der Partie zu kompensieren. Walldorfs Trainer Matthias Born entschied sich dafür Christoph Becker in die Innenverteidigung zu ziehen und auf der linken Abwehrseite Luca Stellwagen zu bringen. Die Kapitänsbinde übernahm Nico Hillenbrand im zentralen, defensiven Mittelfeld.

Die Partie begann mit einem Paukenschlag, durch einen tollen Spielzug und auf Zuspiel von Sahin gelang Gouras bereits in der 2. Minute der perfekte Blitzstart mit der 1:0-Führung. Walldorf wirbelte weiter und erspielte sich eine weitere sehr gute Torchance, nach einem wahren Scheibenschießen im Ulmer Sechzehnmeterraum, Andreas Schön scheiterte aus aussichtsreicher Position gleich doppelt, blieb es nach einer Viertelstunde beim 1:0. Danach besann sich auf Ulm auf ihre Stärken und ein offener Schlagabtausch ereignete sich bereits Mitte der ersten Hälfte. In der 26. Minute brach Schön auf der linken Außenbahn durch, seine Flanke bugsierte André Becker per Flugkopfball über den Querbalken. Zehn Minuten später brachte Gouras seinen Gegenspieler Stoll im eigenen Strafraum zu Fall, folgerichtig entschied Schiri Klein auf Elfmeter. Reichert nahm sich der Sache an und verwandelte sicher zum 1:1-Halbzeitstand (37.).

In der 2. Halbzeit erwischten die Gäste den besseren Start. Mit sicherem Ballbesitz kombinierte man sich bis an den Walldorfer Strafraum, der letzte Pass sollte aber noch nicht gelingen. Der FCA befreite sich zumeist mit langen Bällen, das Kombinationsspiel aus Hälfte eins war erst einmal verflogen. Mitte des zweiten Durchgangs brachte Born mit Johannes Kölmel und Morris Nag frische Kräfte (61./69.). Ulm blieb spielbestimmend und prüfte Walldorfs starken Schlussmann Nicolas Kristof mit platzierten Abschlüssen. Auf der Gegenseite reichte ein überragender Moment für die neuerliche Walldorfer Führung, auf Zuspiel von Sahin markierte Giuseppe Burgio das 2:1 (83.). Der Spielverlauf war auf den Kopf gestellt und es kam für Ulm nur Momente später noch dicker, mit einem Treffer der Marke „Traumtor“ sorgte Sahin für die 3:1-Entscheidung fünf Minuten vor Schluss.

Trainerstimmen:

Holger Bachthaler: „Wir sind sehr schlecht ins Spiel gestartet, danach sind wir besser ins Spiel gekommen und verdientermaßen zum 1:1 gekommen. Ab der 60. Minute waren wir ganz klar am Drücker und hatten ein ganz klares Torchancenplus. Der Gegner hat uns am Schluss gezeigt was Effektivität bedeutet, für uns ist das sehr ärgerlich ohne Punkte die Heimreise antreten zu müssen.“

Matthias Born: „Das 1:0 war ein sehr guter Spielzug und der perfekte Start, danach verpassen wir das 2:0 nach einer Doppelchance. Im weiteren Verlauf hat Ulm gezeigt was für eine super Mannschaft sie sind. In der 2. Halbzeit war Ulm besser im Spiel, die Partie war phasenweise auf Augenhöhe. In den letzten zehn Minuten haben wir zuhause voll auf Sieg gespielt und sind dafür überragend belohnt worden.“

Ausblick:

Mit dem Heimsieg über den SSV Ulm springt man über Nacht auf einen tollen 3. Tabellenplatz in der Regionalliga Südwest. Nächste Woche muss man am Sonntag (22. Sept.) beim SC Freiburg II antreten. Kapitän Hillenbrand wird dann dem FCA fehlen, er sah im Spiel gegen Ulm kurz vor Schluss die 5. Gelbe Karte. Anpfiff im Freiburger Möslestadion ist um 14 Uhr.

Tore: 1:0 (2.) Gouras, 1:1 (37./FE) Reichert, 2:1 (83.) Burgio, 3:1 (85.) Sahin

FC-Astoria Walldorf: Kristof – Stellwagen (61. Kölmel), C. Becker, Nyenty, Goß – Hillenbrand, Schön (69. Nag), Sahin, Gouras (80. Marton), Burgio – A. Becker

SSV Ulm: Ortag – Stoll, Krebs, Reichert, Schmidts – Geyer, Gutjahr (77. Jann), Gashi, Higl (65. Kienle) – Morina (82. Hyseni), Coban

Schiedsrichter: Timo Klein (Neunkirchen)

Zuschauer: 458

Bilder von Jan Pfeifer.

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