Michael Lünenborg

PORTRAIT

Michael Lünenborg

Seit Anfang dieses Monats hat Michael sehr viel Freizeit, was steckt dahinter? Am 30. September absolvierte der 63jährige nach 46 (!) Jahren Berufsleben als Zahntechniker seinen letzten Arbeitstag und genießt nun sein wohlverdientes Rentendasein. 1971 begann Michael eine Lehre als Zahntechniker und war seither neben seiner Ausbildungsstätte in zwei weiteren Betrieben beschäftigt, nach dem Dienst in der Bundeswehr gut dreißig Jahre bei Schiele in Wiesloch und etwas mehr als zehn Jahre zuletzt im Dental-Labor Becker in Angelbachtal. Ob er die Arbeit vermissen wird, kann Michael noch nicht einschätzen, zu frisch ist er raus aus dem Arbeitsalltag, die Zeit wird es zeigen.

Gekickt hat Michael als Knirps bis ins junge C-Jugendalter für die TB Rohrbach. Danach wechselte er die Sportart und spielte über zwanzig Jahre leidenschaftlich Badminton in Walldorf. 1994 riet ihm sein damaliger Arzt das lädierte Knie zu schonen, auf den Sport wollte er trotzdem nicht vollends verzichten, demzufolge stieg er auf das Fahrrad und fuhr wie er selbst süffisant sagt „wie ein Wahnsinniger“ durch die Gegend. Seit 1998 ist Michael Dreiradfahrer, die Rede ist natürlich von seinem atemberaubenden, gelben Motorrad, mit dem er zumeist im Sommer ans FCA-Gelände gekommen ist.

Wie kam Michael zum FCA bzw. zunächst zum 1.FC 08? Ende der Siebziger, Anfang der Achtziger waren Michaels erste Berührungspunkte zum Walldorfer Fußball. Gemeinsam mit seinem Bruder Bernd besuchte er die Heimspiele des 1.FC 08 Walldorf, die zu dieser Zeit erstmals von der Landesliga in die Verbandsliga aufstiegen. Die Anhängerschaft wurde über die Jahre immer größer, auch auswärts unterstützte man immer häufiger die Mannschaft. Als logische Konsequenz gründeten die Brüder, gemeinsam mit vielen Freunden und Mitstreitern 1987 den FCA-Fanclub 87. Mitte der Neunziger Jahre wechselte er dann die Seiten. Der damalige Kapitän Dimon Tsatsopitas kontaktierte Michael und überzeugte ihn davon beim FCA anzufangen und in der Funktion als Betreuer zu unterstützen. Nach kurzer Überlegung war für Michael klar, dem Verein seither als treuer Mannschaftsbetreuer zur Seite zu stehen. Nach der Entlassung von Trainer Rüdiger Menges Ende der Neunziger, entschloss sich auch Michael kurzzeitig aufzuhören. Der damalige Trainer Willi Schöneck beackerte Michael jedoch kurze Zeit später nach einer „schöpferischen“ Pause und gewann ihn für den FCA glücklicherweise zurück.

Michael hat in seiner Zeit beim FCA viele Trainer und noch viel mehr Spieler kennengelernt. Mit Menges, dem ersten Trainer, arbeitete Michael am längsten. Danach folgten Willi Schöneck und Gernot Jüllich. „Gernot habe ich immer sehr gerne zugehört, bei ihm wurde es nie langweilig“ erinnert sich Michael an viele gute Kabinenansprachen des damaligen Trainers. Danach folgte Roland Dickgießer, mit ihm hatte man immer richtig viel Spaß: „Ein toller Typ, den ich sehr respektiere, der sehr viel Ahnung von Fußball hat“ so Michael. Alles Attribute, die auch für Guido Streichsbier und dem aktuellen Trainer Matthias Born zutreffen. Auf die Frage welcher Spieler ihm in den Kopf schießt, wenn er einen herauspicken müsste, lautet seine Antwort: Niki! Niklas Horn hat er fest ins Herz geschlossen: „Seit dem ersten Tag war und ist Niki sehr angenehmer Zeitgenosse, er ist wohlerzogen, sehr clever und intelligent.“ Er fügt aber hinzu, dass er eigentlich mit allen einen guten Kontakt pflegt bzw. dass es eigentlich keinen Spieler in den zwanzig Jahren gibt und gab, den er nicht leiden konnte. Auch an Steffen Krohne erinnert sich Michael besonders gerne: „Leider hat Steffen nur ein paar Monate für den FCA gespielt, er war ein super Typ.“ Fußballerisch begeistert ihn seit nunmehr fast vier Jahren Andreas Schön: „Andi ist ein begnadeter, richtig toller Fußballer. Schade, dass er im Moment verletzt ist.“

Er selbst hat Spaß an der Aufgabe des Mannschaftsbetreuers und möchte solange es körperlich und geistig geht, dabeibleiben und mitmachen. Michael ist eine nicht wegzudenkende Komponente im Verein, mit seinen Tätigkeiten erledigt er viele Dinge, die zwar als selbstverständlich wahrgenommen werden, die aber nicht selbstverständlich sind. Er kümmert sich u. a. um die Sportklamotten, für die fast täglichen Trainingseinheiten. Er kümmert sich um die Trikotsätze fürs Wochenende, den Klamotten fürs Warmmachen und die Getränke für die Auswärtsfahrten. Und das ist mit Sicherheit nur ein kleiner Ausschnitt von dem was wirklich alles anfällt. Auf diesem Wege möchten wir uns Namen aller für Deine Unterstützung beim FC-Astoria Walldorf recht herzlich bedanken und hoffen, dass Du uns noch lange erhalten bleibst.

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