B-Jugend steigt ab

10-06-2017

Rheinstetten. Aus der Traum. Die Oberliga-Saison der Astoria-B-Junioren nimmt ein bitteres, unglückliches Ende. Im Entscheidungsspiel um den Ligaverbleib lieferten sich die Walldorfer Jungs einen harten Kampf mit dem Offenburger FV und musste sich nur knapp im Elfmeterschießen mit 1:4 (0:0; 1:1) geschlagen geben – der Schock ist groß, nun steigt man in die Verbandsliga ab.

Astoria-Coach Marcelus Noukiatchom: „Schade, echt schade – wir haben sehr viel investiert, die Jungs haben nie nachgelassen, alles herausgeholt. Wir waren ab der zweiten Halbzeit die bessere Mannschaft. Im Elfmeterschießen ist das sehr unglücklich gelaufen, aber ich bin unglaublich stolz auf meine Jungs.“

Beide Mannschaften hatten die Runde in der EnBW Oberliga mit gleich vielen Punkten abgeschlossen. Das Torverhältnis spielt im Jugendbereich keine Rolle. So musste im Entscheidungsspiel der dritte Absteiger neben dem SV Zimmern und FV Lörrach-Brombach ermittelt werden. Zum Ort des Geschehens wurde der Rasenplatz der FV Sportfreunde Forchheim – auf neutralem Boden sollte die Entscheidung fallen, am Freitagabend bedeckten viele graue Wolken den Himmel über Karlsruhe.

Pünktlich zum Anpfiff startete der Regen, auch der Donner war schon zu hören. Mit einem Knall kam auch die erste Torchance der Walldörfer zustande: Marcel Jakubith versuchte es mit einem Freistoß aus 18 Metern direkt, sein strammer Schuss konnte OFV-Schlussmann Jona Leptig gerade noch über die Latte lenken (9.). Dann passierte erstmal wenig. Bis zur 17. Minute: Da tauchte wieder Jakubith plötzlich frei vor Leptig auf – doch scheiterte. Man merkte: Walldorf wurde mutiger – „Risiko, Risiko!“ forderte FCA-Coach Noukiatchom wild gestikulierend von der Seitenlinie. Der Regen hörte plötzlich auf, der Rasen aber blieb nass. Zwingende Chancen? Mangelware, oftmals fehlte der letzte Pass – es war zu spüren, wie viel für beide Teams auf dem Spiel stand. Dass es in die Halbzeitpause mit einem torlosen 0:0-Unentschieden ging, lag vor allem an der starken Leistung beider Schlussmänner.

In der zweiten Spielhälfte wurde es mit jeder Minute spannender. Jede Aktion, jeder Fehler konnte nun über eine ganze Saison entscheiden. In der 49. Minute ging ein kurzer Schrei durch die Arena. Auf der Torlinie verhinderte die Astoria-Schlussmann Luca Böhringer die Führung für den OFV. Doch dann die große Show von Hilaire Obame: Der Offenburger Stürmer nahm den Ball mit vollem Risiko am Strafraum aus der Luft und zimmert das Leder Volley in die linke obere Ecke. Unhaltbar, Böhringer ohne Chance, Walldorf mit 0:1 im Hintertreffen (51.). Aber die Astoria-Auswahl schockierte das nicht. Im Gegenteil: sie wurden stärker. In der Offensive sorgte vor allem Hassan Dybrill für Akzente, in dieser Phase drückte Walldorf auf den Ausgleich. Der Druck wurde größer, zehn Minuten vor Ende dann die Belohnung: Auf der linken Seite flankt Melvin Proissl flach in den Strafraum, Lennart Burkard rutscht heran und schiebt zum erlösenden 1:1 ein – damit alles wieder auf null. Es wurde ein richtiger Abstiegskrimi, die Astoria schaltete nochmal einen Gang höher, Jakubith hatte zwei Minuten von Abpfiff die Entscheidung auf dem Fuß, doch sein Schuss verfehlte den Offenburger Kasten nur um Zentimeter.

Abpfiff, Verlängerung. Der Krimi ging weiter. Zwingende Torchancen waren nicht dabei – Elfmeterschießen. Dabei verließen die Walldorfer Jungs die Nerven. OFV-Schlussmann Leptig wurde zum Held, entschärfte alle drei Astoria-Versuche. Offenburg verwandelte seine Elfmeter sicher und spielt nun auch in der kommenden Saison in der Oberliga.

FC-Astoria Walldorf: Böhringer – Fritzsche, Kortus, Haberkern (64. Kast), Zyprian, Proissl, Jakubith, Hildebrandt (55. Gincalves), Burkard, Wolf, Dybrill.

Offenburger FV: Leptig – Mock, Roth A. , Kühn, Preußler, Meier, Ribeiro, Pivazi (100. Gbajie), Hall, Obame (85. Dagistanli), Roth J.

Autor: Tillmann Bauer

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